Göppinger Piraten fordern Umstellung auf Open Source

"Egal ob Strom, Wasser oder Internet, Infrastruktur muss uns allen gehören!"
„Egal ob Strom, Wasser oder Internet, Infrastruktur muss uns allen gehören!
Im Hinblick auf die neuesten Enthüllung über den US-amerikanischen Geheimdienst NSA fordert die Piratenpartei die Stadt Göppingen auf, eine Umstellung auf Open Source in die Wege zu leiten.
Sowohl die britische Tageszeitung „The Guardian“ als auch die amerikanische „The New York Times“ hatten zuvor berichtet, dass die NSA mit Herstellern kommerzieller Software zusammenarbeitet, um gezielt Schwachstellen in deren Programme einzubauen.

»Was bisher als Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist nun Realität.«, kommentiert Julian Beier, Bundestagskandidat der Göppinger Piraten. »Bei kommerzieller Software wie Microsoft Windows oder Outlook muss damit gerechnet werden, dass extra für die NSA entwickelte Hintertüren existieren. Kein System, das mit dieser Software arbeitet, kann als sicher bezeichnet werden.«

Um die Daten der Stadt zu schützen, empfehlen die Piraten einen Umstieg auf quelloffene Systeme.

»Nur wenn der Quellcode der Software offenliegt, kann überprüft werden, ob solche Hintertüren existieren. Für die Stadtverwaltung, die ständig mit sensiblen Daten arbeitet, ist daher ein Umstieg auf freie Software unabdingbar.
Auch sollte konsequent Verschlüsselung, basierend auf offenen Standards, genutzt werden.«

Weiterführende Informationen:

2. „5 Notwendige staatliche Folgen aus der Backdoor-Veröffentlichung„, Blogbeitrag des Spitzenkandidaten der Piratenpartei Baden-Württemberg Sebastian Nerz (Listenplatz 1, Direktkandidat im Wahlkreis 290 – Tübingen)